Urlaubsorte entlang der Ostsee → Mecklenburg-Vorpommern → Landkreis Rostock → Urlaubsort: Güstrow
Der Platz wurde 1953 nach dem italienischstämmigen Architekten Franz Parr benannt, dem Baumeister des Güstrower Schlosses. Er nimmt das Areal der ehemaligen Schlossfreiheit ein, das bis zum 18. Jahrhundert als Turnier-, Reit- und Exerzierplatz diente.
Inmitten
des Franz-Parr-Platzes steht das Landesdenkmal der Befreiungskriege von
1813 bis 1815. Die gusseiserne Ehrensäule wurde 1865 enthüllt.
Güstrower Bürger hatten Geld gespendet, um der Freiwilligen
Jäger, die sich an diesem Ort sammelten, zu gedenken.
Reliefs im unteren Teil handeln von dem Auszug und der Heimkehr der Freiwilligen Jäger. Die vier Eckfiguren aus Kupfer sind Sinnbilder für den Krieg, den Sieg, den Frieden und die Trauer. Die Höhe des Denkmals beträgt 15 m.
Das Ehrenmal entstand nach einem Entwurf des Architekten Herrmann Willebrand. Der Güstrower Georg Wiese führte die bildhauerischen Arbeiten nach Entwürfen von Albert Wolff aus.
In
den 1980er zeigte sich zusehends die Baufälligkeit des Denkmals. So
begann man im April 1987 mit einer langwierigen Restauration, die bis
Oktober 1994 andauerte.





An
der Südseite des Franz-Parr-Platzes erstreckt sich das
Gerichtsgebäude. Das klassizistische Bauwerk wurde als
zweigeschossiges Haus zwischen 1823 und 1825 errichtet. Das dritte
Geschoss und der Mittelrisalit kamen 1877 hinzu. Die Fassade zeigt
das siebenteilige Mecklenburger Wappen.

Am Franz-Parr-Platz befindet sich das Stadtmuseum aus dem Jahre 1826.

Nur wenige Schritte entfernt bereichert das 1828 errichtete Ernst-Barlach-Theater als weiteres Juwel des Klassizismus das Stadtbild.

Beitrag: Brigitte Hildisch, Rövershagen