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Ostseeheilbad Heringsdorf – Reiseführer durch den Urlaubsort

Beitrag: Brigitte Hildisch Rövershagen

Wer gern im Meer badet, sich gern am Strand sonnt oder vielleicht gern flaniert, kann diesen Interessen in Heringsdorf entspannt nachgehen. Und natürlich auch die kulturelle Vielfalt in Heringsdorf genießen.

Da gibt es die alten Villen. Prominente Personen, wie Lyonel Feininger, Otto von Bismark oder Maxim Gorki wohnten vorübergehend darin. Die Häuser wurden einst von wohlhabenden Bürgern errichtet. Heute sind viele der restaurierten Gebäude wieder in Privatbesitz.

Seebrücke Heringsdorf

Seebrücke Heringsdorf

Eventuell ist es auch die Heringsdorfer Seebrücke, die erkundet werden sollte. Immerhin ist sie die längste ihrer Art in Deutschland. Und stets voller Leben, nicht nur der Geschäfte oder Restaurants wegen.

Mitten auf der Seebrücke wurde eine Liebesschloss-Pyramide aufgestellt. Verliebte Paare können hier ihr Liebesschloss anbringen.

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Volkssternwarte Manfred von Ardenne

Östlich der Seebrücke hinter den Dünen befindet sich seit 1960 die Volkssternwarte Manfred von Ardenne. Für ihren Aufbau hat sich der Physiker Ardenne eingesetzt.

In den Sommermonaten finden abends Führungen in der Sternwarte statt, allerdings nur bei klarem Himmel. Die Konstruktion der Sternwarte erlaubt es, die zwei Hälften des Daches seitlich zu verschieben, da sie rollend auf Schienen gelagert sind. Somit wird eine freie Betrachtung des nächtlichen Sternenhimmels möglich. Ein Spiegelteleskop mit 25 cm Öffnung und 4 cm Brennweite ist noch in Benutzung. Manfred von Ardenne hatte es zur Verfügung gestellt.

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Bahnhof Heringsdorf

Seit 1894 gibt es einen Bahnhof in Heringsdorf. Damals war er Endpunkt der Strecke Ducherow–Swinemünde–Heringsdorf. Ein zunehmend stärkeres Verkehrsaufkommen führte zu einer Verlängerung und Ausbau der Strecke. Schnellzüge aus Berlin kamen bis zum Ende des II. Weltkrieges am Bahnhof Heringsdorf Seebad an. In den Folgejahren reduzierte sich die Bedeutung des Bahnhofs auf Inselverkehr. Zwischen 1994 und 1997 wurde der Heringsdorfer Bahnhof umfassend modernisiert. Die Usedomer Bäderbahn GmbH war nun Eigentümer des Bahnhofs. Seit 1996, der Fertigstellung der Peenebrücke Wolgast, kann das Festland wieder erreicht werden. Einige der Hochbauten des Bahnhofs sind denkmalgeschützt.

Im Bahnhof Heringsdorf ist ein Eisenbahnmuseum untergebracht. Zu sehen sind historische Zugmaschinen und Waggons.

Kirche im Walde im Seebad Heringsdorf

Kirche Heringsdorf

Die evangelische Backsteinkirche "Kirche im Walde" wurde 1848 im Stil des Historismus erbaut. Sie steht auf einer sandigen Anhöhe, dem Kulm, und erhebt sich über den Ort. Am Ostgiebel der Kirche entdeckt man einen Davidstern in der Kirchenuhr. Eine Besonderheit.

Seebad Heringsdorf - XXL Strandkorb

Die älteste Strandkorbmanufaktur Deutschlands

Im Jahre 1925 gründete der junge Korbmachermeister Carl Martin Harder eine Strandkorbmanufaktur. Sie ist seit 1933 in Heringsdorf nieder­ge­lassen. In all den Jahrzehnten galt es in diesem Gewerbe, manchem Sturm zu trotzen. Aber eine lange Erfahrung in der Korbflechterei zahlte sich stets aus. Strandkorbflechten ist pure Handarbeit.

In über 1000 Arbeitsstunden wurde der 2014 eingeweihte XXL-Strandkorb hergestellt  - ein beliebtes Fotomotiv.

Kulturelle Höhepunkte

Das Internationale Kleinkunstfestival auf der Insel Usedom findet alljährlich in verschiedenen Orten auf der Insel statt. Heringsdorf ist ein beliebter Austragungsort. Künstler aus aller Welt kommen nach Usedom und teilen ihre Begeisterung für Kleinkunst mit den Zuschauern.

Villen in Heringsdorf

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Villa Irmgard

Auf einer kleinen Anhöhe steht die Villa Irmgard. Das Gebäude wurde 1906 als Gästehaus im Stil des Neoklassizismus erbaut. Elemente im Jugendstil schmücken das Haus, so die Brüstungsgitter am Risalit bzw. am halbrunden Balkon.

Maxim Gorki weilte von Mai bis September 1922 in Heringsdorf, um von seiner erneut ausgebrochenen Tuberkulose zu gesunden. 1948 wurde die Villa Irmgard eine Erinnerungsstätte an den Literaten.

Villen im Ostseebad Heringsdorf - Villa Oechsler
Villen im Ostseebad Heringsdorf - Eigentümer Villa Oechsler

Villa Oechsler

Die Villa Oechsler in der Delbrückstraße wurde 1883 im Stil des Spätklassizismus gebaut. Ins Auge fällt das Glasmosaik 'Badende Grazien' am Giebel zur Seeseite, geschaffen von Antonio Salviati.

Ihre Besitzer wechselten häufiger. Siehe Foto: Tafel mit Besitzern

Nach dem Kriegsende war die Villa Sitz der Kommandantur der sowjetischen Besatzungsstreitkräfte. Später fand die Heringsdorfer Gemeindebibliothek hier ihren Platz. Mit der Sanierung in den Jahren 1997-99 erhielt das Bauwerk seinen ursprünglichen Farbanstrich wieder - Preußsches Gelb. Für die gelungene Renovierung des Hauses verlieh man 1999 den Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege. Heute ist in der Villa ein Modegeschäft untergebracht.

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Villa Diana - Residenz Bleichröder

Die denkmalgeschützte Villa Diana im Stile des Neobarocks reiht sich ein in die Prachtbauten der Delbrückstraße. Zur Anlage gehören ein Park mit alten Buchen und ein Rosengarten mit historischem Springbrunnen. Erhalten geblieben ist ein kunstgeschmiedeter Zaun mit einem zweiflügeligen Eingangstor.

Aus der Geschichte der Villa

  • 1908 als Sommersitz der jüdischen Bankiersfamilie Bleichröder errichtet
  • Remise mit aufwändiger Putzgliederung, war Garage für Kutschen und erste Automobile, Obergeschoss Wohnstätte der Bediensteten
  • seit 1910 Skulptur "Bogenspannerin" des Bildhauers Ferdinand Lepke (1866–1909 am Fuße der Villa, als Jagdgöttin "Diana" interpretiert, so Name Villa Diana
  • während der Nazizeit Nutzung des Gebäudes als Mutterentbindungsheim der Nationalsozialistischen Volksfürsorge (NSV)
  • von 1945 bis 1950/51 Sanatorium für Angehörige der Sowjetarmee
  • dann Gästehaus des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes (FDGB) , Harry Tisch, der letzte Vorsitzende des FDGB, oft Gast
  • 1990 Übernahme des Grundstücks und des Gebäudes von der Treuhand, dann Hotel
  • 1995 Besitzer Sieveking und Co. KG, Sanierung der historischen Gebäude, der Neubau der Villa Rosengarten und der Villa Rondell sowie die Anlage der Tiefgarage
Villen im Ostseebad Heringsdorf - Villa Achterkerke

Villa Achterkerke

Die älteste Heringsdorfer Villa, im Stile des Historismus erbaut, befindet sich in der Kulmstraße. Erwähnenswert sind die geschnitzten Verzierungen des Dreiecksgiebels und die korinthischen Säulenkapitelle. Letztere wurden aus Terrakotta geformt. 1998 ging die Villa an einen Unternehmer aus Braunschweig über. Sie wurde umfassend saniert.

Aus der Geschichte

Mit der Entwicklung des Ostseebades Heringsdorf ist der Name Georg Bernhard von Bülow (1768–1854) verbunden. Er war Herr auf dem ansehnlichen Rittergut Gothen. Von Bülow teilte große Stücke seines Besitzes in Parzellen und verkaufte diese. Darauf wurden dann Villen gebaut. Er selbst ließ das "Weiße Schloss", das älteste Gästequartier des Ostseebades, errichten. Auch Kaiser Wilhelm I. logierte dort. Als einer der Ersten verhalf Georg von Bülow dem Badeleben auf Usedom zur Bekanntheit.

Karte Mecklenburg-Vorpommern - Wo liegt Heringsdorf?

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