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Der Schlosspark zu Putbus

Zu den schönsten Parkanlagen im Norden Deutschlands zählt der Schlosspark in Putbus. Er ist durch seine stilvolle Gestaltung als auch durch seine Geschichte interessant. Ursprünglich wurde die Anlage nach französischem Vorbild in strenger Symmetrie gestaltet. Ab 1904 begann man, Solitärbäume, Baumgruppen, auch auf einer kleinen Anhöhe, und weite Rasenflächen in das Ensemble einzufügen. Blickachsen entstanden. Natürlich wirkende Gewässer eingearbeitet. Diese Elemente auf 75 ha Fläche gaben dem Schlosspark den Charakter eines englischen Landschaftsparks. Der ganze Umbau verlief parallel zur Stadtentwicklung. Heute ist der Schlosspark ein Teil des UNESCO Biosphärenreservats, das ganzjährig zugänglich ist.

Schlosspark zu Putbus

Wilhelm Malte I. wollte den Park zu etwas Besonderem machen. 1818 entstand die Orangerie, 11821-1824 ein Marstall, 1830 ein Affenhaus, 1867 ein Mausoleum und 1891/92 eine Schlosskirche.

Schlosspark zu Putbus: Denkmal

Denkmal im Schlosspark

Er hat den Ort entscheidend geprägt. Um ihm für sein Schaffen zu danken und um es zu würdigen, ließ die Fürstin Luise 1859 von Friedrich Drake ein Denkmal im Schlosspark errichten. Es entstand ein überlebensgroßes Standbild, gemeißelt aus weißem Marmor.

Schlosspark zu Putbus: Bismarkstein

Der Bismarkstein

Ehrung widerfuhr einer weiteren Person. Einen ursprünglich für ein Hünengrab verwendeter Deckstein wurde 1901 zur Ehrung des Reichskanzlers Otto von Bismarck im Schlosspark aufgestellt. Bekannt als der „Bismarkstein“.

Das Schloss – einst Mittelpunkt der Parkanlage.

Das Bauwerk war zeitweise das größte weltliche Gebäude auf der Insel. Gegen Mitte des 20. Jahrhunderts verfiel das Schloss zunehmend. Leider kam es 1962 zur Sprengung des Fürstenschlosses und zur Abtragung der Trümmer. Lediglich die Seeterrasse mit Springbrunnen am Schwanenteich erinnert an die einstige Pracht. Das Fürstenschloss, erbaut 1827–1832, ist Gegenstand einer Ausstellung in der Alten Schmiede. Sie kann von Mai bis Oktober besucht werden.

Orangerie

Die Orangerie ließ die Fürstenfamilie errichten, um fremdländische Gewächse zu akklimatisieren. Das langgestreckte Galeriegebäude stammt aus dem Jahre 1853. Es wurde vom den Berliner Architekten August Stüler gestaltet. Zu Beginn des Jahres 1996 erfuhren Teile der Orangerie eine größere Rekonstruktion. Der spätklassizistische Bau wird heute als Galerie für Kunstausstellungen und Veranstaltungen genutzt.

Schlosspark zu Putbus: Orangerie

Die in den Park führende Treppe flankieren zwei Löwen. Es sind die Löwen vom damaligen Schlossportal.

Marstall

Ursprünglich hatte der Marstall seine Bestimmung als Pferdestall. Das 18achsige klassizistische Gebäude mit einem Satteldach, 16 Rundbogenfenstern und drei Rundbogenportalen entstand nach Plänen von Johann Gottfried Steinmeyer. Er war einer der bedeutendsten Architekten für die Insel Rügen.

Schlosspark zu Putbus: Marstall

Nach der Wende wurde das bis dahin dem Verfall überlassene Gebäude liebevoll restauriert. In den historischen Räumlichkeiten lebt die Kulturgeschichte der Region. Sie werden verschieden genutzt, bilden die Kulisse für besondere Anlässe. Im Sommer ist der Marstall eine Spielstätte der Festspiele Mecklenburg-Vorpommerns.

Affenhaus

Das Affenhaus wurde auf Wunsch der Fürstin Luise zu Putbus erbaut. Es diente zur Schaustellung von exotischen Affen.

Seit 1994 kann man im Affenhaus eine beeindruckende Sammlung verschiedener Puppen, Plüschtiere und Spielzeug aus drei Jahrhunderten sehen.

Tipp Öffnungszeiten: April-September täglich 11–18 Uhr, Oktober-März Di.–So. 12–17 Uhr

Schlosspark zu Putbus: Mausoleum St. Maria Magdalena
Schlosspark zu Putbus

Mausoleum St. Maria Magdalena 

Gruft der Fürstenfamilie.

Schlosskirche

In den Jahren 1891/1892 baute man den Putbusser Kursalon, der als Tanz-, Spiel- und Speisesalon diente, zur Schlosskirche um. Nach Abtragung des Obergeschosses und der Umgestaltung der offenen Arkaden zu Fenstern ergab sich der dreischiffige Kirchenraum.

Die Eingangshalle entstand aus Teilen des Nordflügels. Sie erhielt zwei Turmgeschosse im Stil eines Campanile.

Im südlichen Anbau schuf man Wohnungen und eine Sakristei („Michaelskapelle“).

Schlosspark zu Putbus: Schlosskirche

Schlosspark-Impressionen

Beitrag: Brigitte Hildisch Rövershagen

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