Sage

Die Wundereiche

Beitrag: Dr. Hartmut Schmied, Rostock www.legenden-museum.de

Im Barther Stadtforst steht die vielleicht einzige noch erhaltene, sagenhafte Wundereiche des Landes. Sie ist erreichbar über den Stadtausgang Barth in Richtung Westen zum Darß. Statt rechts auf die Halbinsel zu fahren, geht es noch einige Meter weiter, um dann nach links in Richtung Planitz abzubiegen. Ein Fußmarsch in das Barther Stadtholz den südwestlichen Hauptweg entlang, führt schon bald zur ausgeschilderten Wundereiche. Solche Wundereichen (manchmal auch Buchen) standen in großer Zahl in den vergangenen Jahrhunderten im Lande. Ihre häufigen Heilungen bei Leiden wie Rheuma, Gicht oder Lähmungen gelten durch den psychischen Wunder-Effekt und die Willensanstrengung beim Ersteigen als sichere Überlieferungen.

Bei der Barther Eiche gab es das seltene Verwachsen des Hauptstammes mit einem Ast. Dadurch bekam der Baum eine Öffnung, durch die der Heilungssuchende hindurch musste. In etwa drei Meter Höhe war unterhalb der Öffnung eine Plattform angebracht, auf die man über eine Leiter kam. Wegen der meist schnellen Heilung sollen bis zu 50 Krücken gleichzeitig im Baume gehangen haben. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts soll die Heilkraft der Eiche schon versiegt sein. Ein Schäfer hatte seinen kreuzlahmen Hund durch das Loch geschickt, die den Menschen vorbehalten war. Auch die Öffnung hat sich seitdem verkleinert.

WundereicheWundereiche

Wegbeschreibung zur Barther Wundereiche:

  • mit dem Auto von Barth in Richtung Fischland-Darß-Zingst
  • links auf die L211 einbiegen
  • nach ca. 150 m links in Richtung Planitz einbiegen
  • im Barther Stadtholz zu Fuß den südwestlichen Hauptweg entlang
    zur ausgeschilderten Wundereiche
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Seite: Die Wundereiche im Barther Stadtwald

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