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Sassnitzer Hafen

Die Geschichte des Sassnitzer Hafens beginnt am Ende des 19. Jahrhunderts. Es waren jene Jahre, als Sassnitz anfing, sich zu einem Seebad zu entwickeln. Pläne, wie der Ausbau der Straße von Bergen bis nach Sassnitz und die Anbindung des Ortes an die Eisenbahn wurden 1871 bzw. 1891 realisiert. Das Bedürfnis nach Tourismus wuchs auf allen Seiten.

Seit Jahren gab es schon eine Schiffsverbindung nach Stettin und nach Trelleborg. Erste Dampfer aus Schweden legten nach 1897 im Hafen an. Deren Kapazitätsgrenze wurde bald erreicht. 1907 unterschrieben Schweden und Deutschland einen Staatsvertrag über den Einsatz einer Eisenbahnfähre auf der Strecke Sassnitz-Trelleborg. Zwei Jahre später wurde „die Königslinie“ in Betrieb genommen. Allerdings erwies sich die landseitige Anbindung mehr und mehr als ein Hindernis, das zu Platzmangel führte. Der Entschluss, den Schiffsverkehr über Mukran abzuwickeln, erschien die Lösung zu sein. Infolge des II. Weltkrieges wurde das Vorhaben nicht zielführend verfolgt.

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Nach dem Krieg fand die verarbeitende Fischindustrie im Sassnitzer Hafen ihren Platz. Der VEB Fischkombinat Sassnitz entstand 1949. Bis zur Wende hatte es wirtschaftliche Bedeutung für die DDR – konnte der Fang der Fischkutter doch schnell verwertet werden.

Hafen Mukran-Sassnitz

Von 1982 bis 1986 baute man Mukran zum Fährhafen für die Eisenbahn aus. Die Linie Mukran nach Klaipeda, damals noch Sowjetunion, erhielt Relevanz. Für den Handel mit dem sowjetischen Staat wurde es aufgrund unterschiedlicher Spurbreiten notwendig, in Mukran die technischen Voraussetzungen für den Wechsel der Gleisbreite einzurichten. Bis 2016 hielt dieser Fährverkehr an. Bereits in den 1990er Jahren dehnte sich der Fährverkehr auf den gesamten Ostseeraum aus.

Heute ist Neu Mukran der größte Eisenbahn-Fährhafen Deutschlands.

Vom Rügenplatz hat man einen guten Blick auf den Hafen und das alte Fährterminal.

Beitrag: Brigitte Hildisch Rövershagen

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