Kirche

Gertrudenkapelle Güstrow

Beitrag und Bilder: Ernst Barlach Stiftung Güstrow

Backsteinbau Die gotische Kapelle wurde 1430 erstmals urkundlich erwähnt und der Hl. Gertrude geweiht. Sie liegt vor den Toren der Stadt. 1582 bestimmte Herzog Ulrich die Gertrudenkapelle mit dem angrenzenden Friedhof zum allgemeinen Begräbnisort. So fanden auch viele wohlhabende Güstrower Bürger hier ihre letzte Ruhestätte. Zahlreiche Grabkapellen entstanden, von denen vier rekonstruiert wurden und bis heute erhalten geblieben sind.
1935 erfolgte eine erste Renovierung der Kapelle, die Wände wurden weiß getüncht und dabei die schon stark verblichenen Wandmalereien übermalt. Die Nationalsozialisten nutzten den sakralen Raum zur Pflege ihres Ahnenkults, als Ahnenhalle.

Am 31. Oktober 1953 wird die Gertrudenkapelle erstes Barlach-Museum in Güstrow. Auf Betreiben der Lebensgefährtin Barlachs, Marga Böhmer, eröffnet dort die erste ständige Ausstellung von Werken Ernst Barlachs, so wie es schon zu Lebzeiten der Wunsch des Künstlers war: Hier ließe es sich wohl arbeiten. Das wäre wohl eine Situation für einen Bildhauer von meiner Beschaffenheit, meinen Arbeiten fehlt eben doch der sakrale Raum.

Die Gertrudenkapelle gehört heute, gemeinsam mit dem Ausstellungsforum-Graphikkabinett und dem Atelierhaus Ernst Barlachs am Inselsee, zur 1994 gegründeten Ernst Barlach Stiftung Güstrow. Seit 1994 finden jedes Jahr in den Sommermonaten in der gotischen Kapelle Konzerte statt.



Kontaktdaten zur Gertrudenkapelle Güstrow
Ernst Barlach Stiftung Güstrow
Gertrudenkapelle
Gertrudenplatz 1
18273 Barlachstadt Güstrow
 
Tel.: 038 43 - 683 001

Öffnungszeiten

November bis März 11-16 Uhr
April bis Oktober 10-17 Uhr
Montag Ruhetag
Im Juli und August auch montags geöffnet.

Führungen und museumspädagogische Ange­bote
nach vorheriger Anmeldung


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