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Region: Ostsee → Mecklenburg-Vorpommern → Vorpommern-Rügen → Nordvorpommern → Urlaubsort: Hansestadt Stralsund

Der Stralsunder Hafen

Beitrag: Brigitte Hildisch Rövershagen

Geht man durch die Stralsunder Altstadt, bemerkt man schnell, dass viele Straßen zum Hafen am Strelasund führen. Das ist kein Zufall, denn in allen Jahrhunderten haben die Hafenliegeplätze mit Zugang zum Meer wichtige Funktionen für die Stadt erfüllt. Vor allem war dort der Ausgangspunkt für einen mannigfachen Handel, der weit über Vorpommern hinausging.

Aber auch für die Fischerei und den Fährverkehr brauchte man einen gut ausgebauten Hafen. Für den Warenverkehr spielte die Insel Rügen eine besondere Rolle. Bedeutsam waren die Jahre von 1883 bis 1936 (Beginn der Fertigstellung des Rügendamms). An den Kais herrschte reger Betrieb, da der gesamte Eisenbahn-Fährverkehr nach Rügen im Hafen abgewickelt wurde. Die Bewohner der Insel waren von jeher per Schiff, hauptsächlich von Stralsund aus versorgt worden.

Und eine weitere Dienstleistung früherer Jahre war der Postverkehr nach Schweden.

Das Bild des Hafens prägen heute noch die stolzen Speichergebäude. Sie erinnern an eine Zeit, in der man mit dem Umschlag und der Lagerung von Vorpommerschen Getreide Gewinn erzielte.

Was macht noch den Reiz des Hafens aus?

Die Antwort der Stralsunder könnte lauten: die Hafenkanäle.

Ursprünglich waren diese Kanäle Festungsgräben, welche zum verstärkten Schutz der Stadt während der Preußischen Herrschaft über die Stadt ausgehoben wurden. Nach 1873 (dem Jahr der Entfestung) erweiterte man die Gräben und in Folge entstanden die Hafenkanäle. Interessant erscheint der Fakt, dass das aus den Gräben ausgehobene Material zu einer künstlichen zweigegliederten Insel - der Hafeninsel - aufgeschüttet wurde. Vier kleine Brücken verbinden die Altstadt mit ihr. Über diese Kanalbrücken kommt man zum eigentlichen Hafen.

An der Nördlichen Hafeninsel hat das ehemalige Segelschulschiff "Gorch Fock (I)" seinen Liegeplatz. Der Großsegler, gebaut 1933, ist heute ein Museumsschiff.

Seit 2008 gibt es auf der Nördlichen Hafeninsel das Ozeaneum - ein weiteres Museum. Die ungewöhnliche Architektur des Gebäudes bildet einen starken Kontrast zu den vornehmlich backsteinernen Häusern und Speichern in seiner unmittelbaren Umgebung.

Zwischen der Nördlichen und der Südlichen Hafeninsel liegt der Querkanal. Über eine Klappbrücke lässt es sich schnell auf die jeweils andere Seite wechseln.

Die Südliche Hafeninsel erfüllt allerdings nicht wirklich das Kriterium einer Insel, denn Aufschüttungen verbinden sie mit dem Seehafen Stralsunds.

Was ist außerdem im Hafen zu sehen?

Weitere Baukunst. Ist man davon begeistert, lohnt es sich, das Historische Hafenamt am Hansakai, (Sitz des Stralsunder Hafenamtes) oder die Steinerne Fischbrücke zu besichtigen. Das Hafenamt stammt aus dem 19. Jahrhundert.

Ist man aber eher von Schiffen und Segelbooten beeindruckt, ist der Hansakai ebenfalls eine Stippvisite wert. Im Sommer, wenn hier die Flusskreuzfahrtschiffe ankern oder einfach viele Segelboote im Yachthafen liegen, präsentiert sich der Hafen besonders maritim.

Nicht zu vergessen. Ausflügler, die Hiddensee oder Altefähr auf Rügen anpeilen, werden um den Stralsunder Hafen nicht herumkommen. Er ist für viele etwas.

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