Museen

Burmeister-Gedenkstätte - Stralsund, Mönchstraße 45

Quelle: Text, Bild - Deutsches Meeresmuseum Stralsund

Burmeister-Gedenkstätte Karl Hermann Konrad Burmeister wurde am 15. Januar 1807 in Stralsund in der Böttcherstraße 9 geboren. Schon früh offenbarte sich Burmeisters Neigung zur Naturwissenschaft, und seine Gymnasiallehrer förderten diese Interessen. Damals existierte in Stralsund ein Kreis von Liebhabern der Entomologie, der Burmeister stark beeinflusste. Diesem Kreis schloss er sich an und die Insektenkunde wurde Burmeisters wichtigstes Forschungsgebiet. Burmeister galt bereits in jungen Jahren als der bedeutendste Entomologe Deutschlands.

Von 1826 bis 1829 studierte H. Burmeister Naturwissenschaften und Medizin in Greifswald und Halle. 1837 wurde er zum Professor für Zoologie und zum Direktor des Zoologischen Museums in Halle berufen.
Dem progressiven, selbstbewussten Bürgertum verbunden, nahm Burmeister 1848 auch an den gesellschaftlichen Vorgängen in Deutschland teil. Er wurde zum Mitglied der Deutschen Nationalversammlung gewählt, legte aber schon 1850, enttäuscht von der politischen Entwicklung, sein Mandat nieder.

Durch die Fürsprache Alexander von Humboldts konnte Burmeister 1850 eine Forschungsreise nach Brasilien antreten. Bereits 1856 brach er zu einer weiteren Reise nach Südamerika auf und leitete die wissenschaftliche Erforschung des La-Plata-Gebietes ein.
1861 ging Burmeister für immer nach Argentinien und übernahm in Buenos Aires das "Museo Publico", das er bis zu seinem Tode leitete. 1870 gründete er im Auftrage des argentinischen Präsidenten die naturwissenschaftliche Fakultät in Cordoba. Burmeister war einer der letzten universellen Gelehrten des 19. Jahrhunderts. Viele Tierarten wurden von ihm erstmals beschrieben und tragen seinen Namen. Durch einen tragischen Unglücksfall in seinem Museum starb er am 2. Mai 1892.

Da das Geburtshaus Burmeister bereits abgerissen war, übernahm das Meeresmuseum 1987 auf der Suche nach einer repräsentativen Gedenkstätte für den großen Sohn der Hansestadt Stralsund das nicht mehr bewohnte gotische Bürgerhaus in der Mönchstraße 45. Das Gebäude wurde somit vor dem Abriss gerettet, es begannen Sicherungs- und Rekonstruktionsmaßnahmen.
Nach der Wende erfolgte die Instandsetzung des Hauses als Modellvorhaben der Stadterneuerung durch den Bund, das Land und die Stadt Stralsund. Die Übergabe des Hauses und Eröffnung der Burmeister-Gedenkstätte erfolgte am 2. Mai 1994, dem 102. Todestag Prof. Hermann Burmeisters.


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