Pferderennen in Bad Doberan

Traditionsrennbahn Bad Doberan - Heilgendamm

Text: Brigitte Hildisch - Rövershagen

Bad Doberans Pferderennbahn - ein Besuchermagnet seit ewigen Zeiten

Die älteste Galopprennbahn in Deutschland ist landschaftlich reizvoll gelegen. Sie grenzt unmittelbar an die Lindenallee zwischen Bad Doberan und Heiligendamm. Der Veranstaltungsort profitiert von seiner Lage, denn er ist gut zu erreichen. Unter anderem mit der Bäderbahn Molli, die einen Haltepunkt direkt an der Rennbahn hat.

Die Doberaner Renntage gewannen im Laufe der Jahre unentwegt an Bedeutung. Sie nahmen zeitweise den Charakter eines Volksfestes an. Die Zuschauer kamen aus verschiedenen sozialen Schichten. Was alle, sowohl Badegäste als auch einheimische Zuschauer verband, war ein sichtliches Vergnügen an den Wettkämpfen und an den edlen Pferden. Dieser Umstand beflügelte übrigens nachhaltig die Pferdezucht in Mecklenburg.

Die Doberaner Rennbahn war nach englischem Vorbild errichtet worden. Sie hatte glanzvolle Zeiten, als man Rennen an fünf Tagen im Jahr austrug, dann schließlich an 3 Tagen. Die Anzahl verringerte sich bis 1936, als es lediglich einen Wettkampftag gab.
Das Friedrich-Franz-Rennen war zwischen 1826-1939 mit 2200 m das attraktivste Rennen in Doberan.

Mecklenburgische Rennpferde

Mecklenburgische Rennpferde erzielten in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts einen respektablen Marktwert. Dieser Erfolg baute teilweise auf einer Kreuzung von einheimischen Stuten mit englischen Hengsten auf. Pferdezucht hatte in Großbritanien bereits eine lange Tradition, und das machten sich mecklenburgische Züchter zunutze. Es gelang ihnen, den Mecklenburger, ein ausdauerndes und zuverlässiges Rennpferd, an den Start zu bringen.
Rennpferde wurden aber nicht nur auf prominenten Gütern in Mecklenburg gezüchtet, auch einfache Bauern konnten schnelle Pferde bieten.
Im Rennen kämpften Pferd und Reiter um "Die Goldene Peitsche", ein Ehrenpreis, der von Großherzögen gestiftet wurde. Wie preisgekrönt die Mecklenburger Pferde waren, soll die folgende Übersicht zeigen.

  • 1826 Graf von Plessen-Ivenack - auf Typhon
  • 1827 Freiherr von Biel-Zierow - auf Tyresias
  • 1828 Graf von Hahn-basedow - auf Alarme
  • 1837 Neubrandenburger Pferdehändler Lichtwald

Bis 1858 errangen meistens hiesige Pferde die Siege auf der Doberaner Pferderennbahn. In den nachfolgenden Jahren machte das Königliche Preußische Hauptgestüt Graditz mehr und mehr von sich reden.

Die Pferderennbahn heute

Seit 1993 wird einmal jährlich das "Ostsee-Meeting" veranstaltet. Reiter liefern sich dank Spitzenpferden spannende Duelle, abgeschlossene Wetten erhitzen die Gemüter und ausgefallene Hutmodelle sorgen für Aufsehen.
An mehreren aufeinanderfolgenden Tagen werden auf der Doberaner Pferderennbahn verschiedene Rennen ausgetragen. Dabei haben das Bauernrennen und der Kampf um die "Goldene Peitsche" weiterhin Tradition. Freitags ist Ladies Day - bereits Kult während des Ostsee-Meetings. Elegant gekleidete Damen mit Hut flanieren hier in Erwartung einer Prämierung, denn eine Jury kürt die zehn schönsten und originellsten Hutkreationen. Übrigens alle Hutträgerinnen haben kostenlosen Eintritt.

Doberaner Pferderennen: Mitte August, meist am Wochenende nach der Hanse-Sail


Aus der Geschichte des Doberaner Rennsports

Sie begann am 10. August 1807, als ein erstes Bauernrennen auf dem Gelände nahe Doberan ausgerichtet wurde ... mehr lesen


Kontaktdaten zum Doberaner Rennverein e.V. von 1822
Doberaner Rennverein e.V. von 1822
Am Kamp 5
18209 Bad Doberan
 
Tel. 038 203 - 849 75
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Statistik Ostsee

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