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Das Heimatmuseum Rerik

Beitrag: in Zusammenarbeit mit dem Heimatmuseum Rerik

Das liebevoll gestaltete Reriker Heimatmuseum wurde 1953 gegründet. Es erzählt von der vielseitigen Geschichte des Ortes und präsentiert Gegenstände, die über das Leben und Arbeiten der Reriker Vorfahren berichten. Seit Juli 1997 befindet sich das Museum in einem der ältesten Gebäude der Stadt, dem um 1855 erbauten Schul- und Küsterhaus. 

Themen der Dauerausstellung sind:

  • Geschichte der Stadt Rerik
  • Bademoden und -sitten früherer Zeiten
  • Geschichte des örtlichen Fischereiwesens
  • Landschaft mit ihrer Tier- und Pflanzenwelt
  • Fossilien der Ostseeküste
  • Großsteingräber
  • wechselnde Ausstellungen in der Galerie

Rerik, beliebter Ferienort und "Staatlich anerkanntes Seebad".

Seit sich die ersten Badegäste um 1820 in Alt Gaarz, einem Ortsteil des heutigen Reriks, erholten, hat sich eine gewaltige kulturelle Entwicklung vollzogen. Erheiternd wirken die Bademoden und -sitten früherer Zeiten, die durch Fotos und Requisiten, die dem Besucher näher gebracht werden. Ein besonderes Ausstellungsstück ist der nachgebaute Badekarren, eine hölzerne Umkleidekabine, die von einem Kutscher mit Pferdegespann ins Wasser gezogen wurde. Über eine kleine Treppe ging es auf der zum Strand abgewandten Seite zum Baden in die Ostsee. Der Badekarren diente so als Sichtschutz.
Interessant ist auch der Strandstuhl aus dem Jahre 1910, ein Vorläufer des Strandkorbes.

Alltagsgegenstände erzählen vom Leben und Arbeiten der Reriker Vorfahren.

Das Museum verfügt über reichhaltige Bestände bäuerlicher Textilien. Ihre Herstellungsweise, vom Spinnen des Fadens über das Weben des Stoffes bis zur Bearbeitung von Leinen, wird anschaulich dargestellt.
Eine mit Wappen versehene Aussteuertruhe der Familie Von Plessen, seinerzeit auf der Halbinsel Wustrow ansässig, bereichert die Ausstellung.
Damalige Arbeitsmittel und Gerätschaften, die wir nicht mehr in unserem Alltagsleben finden, vielleicht aber aus Erzählungen kennen, wurden im Reriker Heimatmuseum zusammengetragen. Die Feuerlade ist so ein Gegenstand, deren Funktion man sich hier im Museum erklären lassen kann. Der Herd aus dem 19. Jahrhundert mit Waffeleisen, Kaffeeröster und Töpfen gehörte früher zum Hausrat gehobener Ansprüche.

Das Modell eines Zeesenbootes veranschaulicht, wie in den Haff- und Küstengewässern einst der Fischfang betrieben wurde. Mit dem Bau von Schiffsmodellen und Buddelschiffen beschäftigten sich die Seeleute an langen Winterabenden und verdienten so ein wenig hinzu. Heute sind diese Schiffsmodelle im Museum zu sehen.
Ein Schmuckstück im Heimatmuseum ist das Modell einer Kogge, das Reriker Wappenschiff. In den drei Segeln befindet sich das Reriker Stadtwappen - eine goldene Kogge auf rotem Grund.

Netznadeln, verschiedene Netzarten, Aalstecher, Eisaxt und weitere Gerätschaften gehörten zu den Arbeitsmitteln früherer Fischergenerationen. Ein seltenes Relikt in der Ausstellung ist die Aalharke. Sie wurde vom Boot, ähnlich wie ein Schleppnetz, durch den Schlick gezogen und spießte mit ihren Zinken die Aale auf, die damals wohl noch in Mengen vorhanden waren.
Übrigens: Einst ein "Arme-Leute-Essen", gilt der Aal längst als Delikatesse. Verringerte Fangmengen ließen ihn 2009 zum Fisch des Jahres werden.

Zu den ältesten Zeugen menschlicher Kultur gehören die Großsteingräber (3500-2900 v. Chr.) um Rerik.

In der unmittelbaren Umgebung Reriks befinden sich mehrere Großsteingräber (Dolmen). Leicht zu finden und gut zugänglich, stehen sie dennoch unter Denkmalschutz. Zahlreiche Funde aus diesen Anlagen befinden sich in der ur- und frühgeschichtlichen Sammlung des Heimatmuseums.

Im 6. Jahrhundert wurde die Gegend von Slawen besiedelt. Der „Schmiedeberg“, ein Wahrzeichen der Stadt Rerik, ist der Rest einer slawischen Burganlage. Viele Funde stammen aus dieser Zeit.

Das Heimatmuseum bringt Landschaft mit ihrer Tier- und Pflanzenwelt näher.

In einer schönen Sammlung zeigt das Museum die Vielfalt der Seevögel, die hier ständig zu Hause sind oder das Salzhaff als Durchzugsgäste aufsuchen.

Vom einstigen Leben im Ostseegebiet kündet eine umfangreiche Fossiliensammlung. Es sind vor allem Versteinerungen mariner Tiere, wie Korallen, Schnecken, Muscheln, Nautilide (gehäusetragende Kopffüßler), Seeigel und Donnerkeile (Belemniten). Anhand von Schautafeln und ggf. mit Hilfe sachkundiger Mitarbeiter des Museums lassen sich Art und Alter solcher Funde bestimmen.

In der Galerie werden ständig wechselnde Ausstellungen gezeigt.

Hauptsächlich präsentieren hier Künstler der Region Bilder, Plastiken, Keramikarbeiten oder Holzskulpturen. Auf der Eröffnungsveranstaltung einer Ausstellung stellt der Künstler seine Arbeiten persönlich vor – das ist schon Tradition.

Lassen Sie sich durch die Reriker Heimatstube führen.

Auf einer geschichtlichen Zeitreise werden Sie durch das Museum geführt. Das eine oder andere Sprichwort wird an Hand von Exponaten interpretiert, Zusammenhänge erklärt und Fragen gern beantwortet. Sonderführungen sind möglich.

Treffpunkt Ostsee - TIPP

Sehenswertes

Übrigens, Rerik hat eine wunderschöne Kirche!

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Barrierefreiheit

Die Heimatstube Rerik ist teilweise barrierefrei. Die untere Etage ist barrierefrei, die obere nicht.

Kontaktdaten zum Heimatmuseum Rerik

Heimatmuseum Rerik
Dünenstraße 4
18230 Ostseebad Rerik

038 296 – 784 29
0175 – 436 34 03

Unsere Öffnungszeiten:

Sommer 15.05.-15.09.

Dienstag:  10:00 - 12:00 Uhr und 14:00 - 17:00 Uhr
Mittwoch: 10:00 - 12:00 Uhr und 14:00 - 17:00 Uhr
Donnerstag: 14:00 - 18:00 Uhr
Freitag: 10:00 - 12:00 Uhr und 14:00 - 17:00 Uhr
Samstag: 14:00 - 17:00 Uhr
Sonntag: 15:00 - 17:00 Uhr

Herbst/Winter 16.09. - 14.05.

Dienstag: 10:00 - 12:00 Uhr und 14:00 - 17:00 Uhr
Mittwoch: 14:00 - 17:00 Uhr
Donnerstag: 14:00 - 18:00 Uhr
Freitag: 10:00 - 12:00 Uhr
Samstag: 14:00 - 16:00 Uhr
Sonntag: 14:00 - 16:00 Uhr

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