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Die alten Stadttore Rostocks

Ehemalige und heutige Stadttore

Um die 20 Tore zählten zeitweise zur Rostocker Stadbefestigung. Es gab Landtore und Strandtore, auch Wasser- bzw. Hafentore genannt. Die Benennung eines Stadttores ergab sich meist durch den Namen der Straße die zum Durchgang führte bzw. eines in der Nähe liegenden, bedeutenden Gebäudes oder Ortes. Einige Namen änderten sich mit den zeitlichen Gegebenheiten der Umgebung, auch die Schreibweise war der Zeit angepasst. Die Namen der Straßen der wurden nicht nur auf die Tornamen übertragen, sondern auch auf die sieben Landungsbrücken, die sich den Toren anschlossen.

Im Laufe der Jahrhunderte waren die Tore dem Verfall, der Zerstörung, der Verwüstung durch höhere Gewalt, dem Abriss ausgesetzt sowie dem Auf- und Umbau unterworfen. Auf Grund dessen variierte immer wieder ihre Anzahl.
In der unten angezeigte Karte wurden alle jemals errichteten Tore aufgenommen. Von den zahlreichen Toren sind noch vier Tore erhalten: das Kuhtor, das Steintor, das Kröpeliner Tor und das Mönchentor. Diese wurden mit einem farbigem Bild markiert. Die Koordinaten der Stadttore sind etwaige Angaben.

Karte - Rostocker Land- und Strandtore
© Hansestadt Rostock (CC BY 3.0), © OpenStreetMap (ODbL), © uVGB-MV

Die Landtore der ehemaligen Stadtbefestigung:
  • Bramower Tor, Kröpeliner Tor, Schwaansche Tor, Steintor, Kuhtor, Mühlentor, Gerbertor, Kütertor, Petritor

Die Strandtore (zeigten zum Hafen) der ehemaligen Stadtbefestigung:
  • Fischertor, Grapengießertor, Badstübertor, Schnickmannstor, Wokrentertor, Lagertor, Burgwalltor, Koßfeldertor, Weintor, Mönchentor, Grubentor (Heringstor), Faules Tor (Altes Tor), Wendentor

Die Strandtore

Strand war einst der Name für den Rostocker Stadthafen. Man erreichte ihn durch die Strandtore, eingelassen in die Stadtmauer.

Während die ersten Durchgänge noch einfache Pforten waren, gestaltete man sie später aufwendiger. Einige Tore erhielten Stufengiebel, beidseitig errichtet. Vier der Strandtore wurden als Mauertore hochgezogen, allerdings ohne Torhaus. Ursprünglich hatte man auch an der Warnowseite Wieckhäuser eingebaut, aber bald wieder entfernt. Sie fanden wenig Nutzen.

Die Tore überdauerten das 19. Jahrhundert nicht. Bis auf das Mönchtor wurden sie alle bis 1896 abgerissen. Die Ursache. In den 60er Jahren des vorletzten Jahrhunderts erlosch für die Stadt eine regelmäßige Einnahmequelle, der Torzoll. Die Strandtore büßten schnell ihre Bedeutung ein.

Die Bezeichnung Strandtor wies darauf hin, dass Rostock sein wirtschaftliches Wachsen mit dem Meer verband. Folglich übertraf die Anzahl der Strandtore die der Landtore.


Türme und Wieckhäuser der ehemaligen Stadtbefestigung

Kaiserturm - zwischen Grapengießer- und Fischertor
Blauen Turm, Bußebahrturm, Geschützgießerturm - zwischen Fischertor und Bramowtor
Zwinger - außerhalb der Mauer, südlich des Steintores
Lagebuschturm - zwischen dem Stein- und Kuhtor (mehr über den Lagebuschturm)
Wasserkunst - zwischen dem Kuhtor und dem Mühlentor
Kuh- oder Schweinehirtenturm - östlich der Wasserkunst
Pulverturm - westlich des Steintors

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Statistik

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