Doppelstadt

Geschichtlicher Überblick - Ribnitz-Damgarten

Beitrag: Brigitte Hildisch

Ribnitz Damgarten
1210 erstmals als Rybeniz erwähnt, Name für eine slawische Burg (heutiger Ortskern) an der Straße nach Rostock bzw. Stralsund, städtische Siedlung entsteht
1233 als Stadt in einer Urkunde erwähnt, Pfarrkirche St. Marien bereits erbaut 1233 erstmals urkundlich erwähnt
1257 Ribnitz bekommt vom Fürsten Heinrich Borwin III. das Lübische Stadtrecht verliehen, jedoch schon seit 1252 bestimmen Ratsherren die Geschicke der Stadt
1258 Stadt Lübisches Recht verliehen, war aber weiterhin Entscheidungen der Landesherren vom Fürstentum von Rügen unterworfen
13. Jh Im 13. Jahrhundert übt Rostock die Herrschaft über Ribnitz aus.
1323 Fürst Heinrich II. beginnt mit der Errichtung des Klarissenklosters
1324 Übergabe der fürstlichen Burg an die Franziskaner
1325 dem Herzogtum von Pommern zugehörig
1348 Stadt wird dem Herzogtum Mecklenburg zugeordnet
1384 Großbrand, vernichtete fast alles, wenige kleine Häuser und Kloster (geschützt durch 8 Fuß hohe Mauer) blieben stehen
1455 erneut Großbrand, entstand am Backofen des Bäckers
Stadt völlig vernichtet, viele Menschen fanden Tod, Rathaus mit wichtigen Urkunden zerstört, Rostocker Tor niedergebrannt, erneut Kloster und auch Klosterkirche verschont
14. Jh Im 14. Jahrhundert werden die Klosterkirche und das Rostocker Tor erbaut.
1537 Großbrand, vernichtete erneut das Rathaus
1572 das Klarissenkloster wird Landeskloster
1582 Schweine-, Rinder- und Pferdemärkte werden abgehalten, Viehhaltung und Ackerbau entwickeln sich und bilden wirtschaftliche Grundlage für Damgarten, Wind- und Wassermühlen ebenfalls.
Zu jener Zeit war Damgarten noch keine Stadt im klassischen Sinne. Die Kirche stand außerhalb der Stadt, und es existierten nur drei Straßen. Auch eine Stadtmauer fehlte. So hatte Damgarten eher einen dörflichen Charakter.
1621 Stadt gehört nach Landesteilung zu dem Herzogtum Mecklenburg-Güstrow
1648 wird die Stadt Schweden angegliedert
1695 Zerstörung durch Feuer, mit Hilfe der Schweden wieder aufgebaut
1701 Ribnitz gehört nach erneuter Landesteilung zum Herzogtum Mecklenburg-Schwerin
1729 Segelschiffswerft errichtet
1759 Großbrand, entstand im Stall des Bürgermeisters
verheerender Brand in der Nacht vom 14. zum 15. März, der fast 300 Häuser zerstörte, Stadtkirche größtenteils abgebrannt, Kloster mit Kirche wiederum verschont
19. Jh Im 19. Jahrhundert kommt als neues Gewerbe für die Stadt der Schiffbau hinzu, insbesondere der Segelschiffbau. Bisher dominierten Ackerbau, Fischerei und Bierbrauerei. Die Werften erleben einen Aufschwung.
1815 zu Preußen gehörig
1832 - 1834 Errichtung des Rathauses
1845 Erlass zur Gewerbefreiheit
Die Stadt erlebte danach bis zur industriellen Revolution einen Aufschwung.
Es verstärkte sich der Handel mit Getreide und Düngemitteln. Wollwaren wurden hergestellt. Es gab eine Zündholzfabrik (bis 1870) und eine Glashütte (bis 1913). Außerdem waren die Dierlingsche Werft (bis 1880), eine Brauerei und eine Ölmühle am Aufschwung beteiligt.
1879 Ausbau des Hafens
1887/88 Fertigstellung der Eisenbahnlinie Rostock-Stralsund
1917 existieren drei Wollgarnspinnereien, eine Brauerei, eine Maschinenfabrik, eine Molkerei, ein Gas- und Elektrizitätswerk
1928 Dörfer Pütnitz und Plummendorf werden eingemeindet
1930 neues Rathaus wird eingeweiht nach Brand des Vorgängerbaues 1928, einem Fachwerkhaus
1934 Flugzeugbau siedelt sich in Ribnitz an, Walther-Bachmann-Flugzeugwerke entwickeln sich zum größten Arbeitgeber, etwa 3000 Beschäftigte
nach 1945 Demontage der Werke, Flugplatz in Pütnitz wird militärisch von Roter Armee genutzt
1950 Ribnitz und Damgarten werden zusammengelegt
In den folgenden Jahren gibt es in der Stadt vorrangig zwei Industriezweige, ein bernsteinverarbeitender, VEB Ostseeschmuck, und ein faserplattenproduzierender, VEB Faserplattenwerk.
2000 Entstehung der Schaumanufaktur in Damgarten, Stadt erhält den Beinamen „Bernsteinstadt“
2008 Feier "775 Jahre Ribnitz"

Pütnitz
1920er in 20er des vorigen Jahrhunderts Badestelle und Schiffsanleger
bis 1945 Militärflugplatz
nach 1945 kurzzeitig Schiffswerft
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