Boddenküste

Pruchten und Kranichdorf Bresewitz - Orte der südlichen Boddenküste

Pruchten

Pruchten ist ein kleines Dorf in Vorpommern. Wer die genaue Lage des Ortes ermitteln möchte, sollte sich an folgenden geographischen Punkten orientieren.

  • dem Bodstedter Bodden - Teil der Darßer- und Zingster Boddenkette und des Nationalparks Vorpommersche-Boddenlandschaft
  • Barth - Kleinstadt etwa 3 km nördlich von Pruchten
  • Barthe - kleines Flüsschen von 35 km Länge, mündet in den Barther Strom
  • Zingst - Ostseeheilbad etwa 8 km entfernt


Blick durch das Schilf auf den Barther Strom Pruchten ist zweifellos idyllisch gelegen. Es ist diese weitestgehend naturbelassene Boddenlandschaft, die dem Fischer- und Bauerndorf eine friedvolle Atmosphäre verleiht. Die Fischerei war einst die dominierende Erwerbsquelle im Ort, die Landwirtschaft wurde nur zusätzlich betrieben.

kleines Boot im Pruchtener Hafen

Pruchten hat sich über die Jahre zu einer Gemeinde entwickelt, welcher der Tourismus am Herzen liegt. Viele der reetgedeckten Häuser erhielten ein neues Dach, mit Schilfrohr, das am Bodden geerntet wurde. Ein kleiner reizvoller Hafen rundet das Bild eines empfangsbereiten Ferienortes ab.

Es gibt Fischfang im Ort. Zwei Betriebe erhalten dieses Gewerbe am Leben und bieten frischen Fisch zum Verkauf an. Auch dank einer Bäckerei und eines Lebensmittelladens ist es in Pruchten einfach, sich selbst zu versorgen.

Pruchten ist kein einsamer Ort. Es gibt gute Verkehrsanbindungen. Die Städte Barth und Ribnitz-Damgarten sind mit Bussen schnell zu erreichen. Ebenso fahren Busse über die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst, teilweise mit Fahrradanhängern. Durch Pruchten führen seit 1994 gut ausgebaute Fahrradwege. Eine Fahrradtour im Nationalpark Vorpommersche-Boddenlandschaft ist ohne weiteren Aufwand machbar.

Bis zum 2. Weltkrieg war Pruchten, ebenso wie Bresewitz, an der Darßbahn angeschlossen (Inbetriebnahme 1910). Zuerst führte die Strecke lediglich von Barth nach Prerow. Mit der Erweiterung des Gleisnetzes bis Pruchten tat sich für den Ort erstmalig ein realer Zugang zum Fremdenverkehr auf. Vorher gab es zum Darß nur die Fährverbindung von Bresewitz aus. Was von jener Zeit geblieben ist, kann man in der Ausstellung "Kunst auf Schienen" sehen. Die Darßbahnausstellung präsentiert sich in alten Eisenbahnwaggons, die an der ehemaligen Bahnstation Bresewitz stehen.

Auch Kunstwerkstätten haben in Pruchten ein Zuhause gefunden. Künstler widmen sich ihrem Handwerk auf den Gebieten der Malerei, der Skulptur und der Keramik. Sie halten ihre Ateliers für Besucher offen.

Maritime Hobbys kann man in Pruchten wirklich ausleben. Die ideale Lage am Bodden lässt den sportlich Aktiven eine Wahl bei ihrer Gestaltung ihres Urlaubs. Das Gewässer ist bestens geeignet zum Segeln, Surfen oder Rudern. Auch Angler finden ruhige Plätze. Badefreudige können an der Pruchtener Badestelle auf ihre Kosten kommen.

Kraniche und Seeadler halten sich zeitweise in und an den Gewässern des Boddens auf. Sie zu beobachten ist möglich. Und mit etwas Glück trifft man Robben an.

Zur Geschichte der Gemeinde Pruchten
  • entstand aus einer ehemaligen slawischen Siedlung
  • 1278 erstmalig urkundlich erwähnt, Bresewitz 1302
  • 1648 ging Pruchten in schwedische Herrschaft über (Beendigung des Dreißigjährigen Krieges)
  • 1815 Herrschaft an Preußen übergeben
  • 19. Jh. Segelschifffahrt gewann an Bedeutung, somit stieg Einwohnerzahl von Pruchten
  • 20. Jh. verkehrsmäßige Anbindung, Anfänge des Tourismus

Impressionen - Pruchten
Feld Haus gegenüber dem Hafen Blick auf den Hafen Pruchtener Hafen Blick auf den Hafen Pruchtener Hafen Boote im Pruchtener Hafen Holzboot Boote am Steg Blick auf den Barther Strom - Schilf Blick über den Barther Strom

Kranichdorf Bresewitz

Der Hektik des Alltags entfliehen. Bestens möglich in Bresewitz, einem ruhigen Ortsteil von Pruchten. Der kleine Ort erfüllt wichtige Kriterien, die für einen Erholungsort mit dem Attribut "inmitten unberührter Natur" ausschlaggebend sind. Bresewitz umgeben weitflächige naturbelassene Boddenwiesen, die einen traumhaften Blick auf die Boddengewässer und die Insel Kirr freigeben. Das Dorf grenzt unmittelbar an den Nationalpark Vorpommersche-Boddenlandschaft.

Im Frühjahr und Herbst haben die Urlaubsgäste an einem besonderen Schauspiel teil. Es sind die Zeiten des Vogelzuges, wenn Kraniche und Wildgänse geräuschvoll über den Ort hinweg fliegen. Vogelbeobachtungen allgemein lassen sich zu jeder Jahreszeit anstellen.

Den Ostseestrand erreicht man in wenigen Minuten über gut ausgebaute Radwege. Zingst ist nur etwa 6 km entfernt.

geklinkertes Haus Einst führten die Gleise der Darßbahn an Bresewitz vorbei, dem letzten Ort auf dem Festland. Über die alte Meiningenbrücke gelangte man auf die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Das frühere Bresewitzer Bahnhofsgebäude, ein zweistöckiger Ziegelbau, ist noch erhalten, wird heute aber als Wohnhaus genutzt. Auf dem Gelände des ehemaligen Bahnhofs kann man die Ausstellung "Kunst auf Schienen" besichtigen und Interessantes über die Darßbahn erfahren.


Impressionen - Bresewitz
Schild Bresewitz - Kunst auf Schienen, Signalanlage alter Eisenbahnwagon alter Eisenbahnwagon Draisine und Reparaturwagen altes Gleisbett der Daräbahn Stellanlage für Weiche Radweg an der alten Gleisanlage Gleisbettbrücke Meiningenbrücke, verbindet das Festland mit der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst Auffahrt auf die neue Brücke Hochziehen der neuen Brücke Blick auf den Bodstedter Bodden Boot auf dem Bodden



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