Sage

Heinrich Schliemann und sein Traum von Troja

Beitrag und Bild: Christian Bresching, Schliemann Gedenkstätte Neubukow

Der Traum eines Dorfjungen

Es ist Weihnachten und alle sind in der Kirche zur Christvesper. Die Kinder sind ungeduldig und hoffen auf eine kurze Predigt. Alle wollen nach Hause in die weihnachtlich geschmückten Stuben. Dort warten unter dem Tannenbaum die Geschenke.

Auch Heinrich überlegt was er dieses Jahr bekommt. Er wünscht sich ein Buch über alte Zeiten am liebsten die Antike.

Nach der Kirche gibt es das Weihnachtsessen. Die Kinder beeilen sich, sie warten auf die Geschenke. Endlich läutet das Glöckchen und sie dürfen in die Weihnachtsstube. Nach dem Aufsagen der Weihnachtsgeschichte dürfen die Geschenke ausgepackt werden.

Heinrichs Wunsch geht in Erfüllung. Er bekommt die Weltgeschichte für Kinder von DR. Ludwig Jerrer. Für ihn ist es ein Schatz! Er nimmt das Buch und verkriecht sich unter dem Tannenbaum, wo er ungestört in dem Buch lesen kann.

AusgrabungsstückStunden sind vergangen und bis auf Pastor Schliemann und seine Frau sind alle im Bett. Als der Pastor die Kerzen am Baum löscht hört er ein Geräusch und entdeckt Heinrich, der in seinem Buch liest. Fasziniert liest er die Geschichte von Troja und erklärt seinem Vater voller Begeisterung, wenn er einmal groß ist möchte er nach Troja suchen und es ausgraben. Sein Vater lacht zuerst über diesen Wunsch, aber dann wird er plötzlich ernst und sagt: Grabe Troja aus. Das ist ein edles Lebensziel.

So wurde der Traum von Troja geboren, der ihn Zeit seines Lebens begleitete und den sich Heinrich Schliemann Jahre später erfüllte.

zum Seitenanfang
Statistik

Seite: Heinrich Schliemann und sein Traum von Troja

www.treffpunkt-ostsee.de 2018