
Beitrag: Brigitte Hildisch, Bilder: Vogelpark Marlow

Ein liebevoll und abwechslungsreich gestalteter Park erstreckt sich auf einer Fläche von 22 ha. In ihm finden Vogelarten und verschiedene Säugetiere, wie Affen, Otter und Streicheltiere aus unterschiedlichen Regionen der Erde ein Zuhause. Die Tiere ganz nah zu erleben oder in aller Ruhe zu beobachten und gleichzeitig vielfältige Informationen über ihre Lebensweise aufzunehmen, sind die Kriterien für die Gestaltung der weiträumigen Parkareale. Tiere ganz nah erleben - so das Motto des Vogelparks.
Und nicht nur das. Der Vogelpark bietet den Besuchern auch gute Möglichkeiten zur Erholung. Vor allem Kinder werden Streichelbereiche und verschiedene Spielmöglichkeiten, wie z.B. der Wasserspielplatz oder der Baumkronenpfad geboten.
Was die Gäste so fasziniert, ist ein Erleben der Tierwelt aus nächster Nähe.
Mit dem Errichten der ersten Anlagen im Vogelpark wurde im Jahre 1994 begonnen. Inzwischen hat es mehrere Umbauten gegeben. Volieren wurden vergrößert und zudem gibt es zahlreiche begehbare Anlagen, die das Beobachten leichter und interessanter gestalten. Es ist ein Park entstanden, der einen Besuch wert ist.
Der Vogelpark Marlow ist einer ausgewählten Tierwelt und den dazugehörigen Lebensräumen in verschiedenen Gebieten der Erde nachempfunden. So begegnet man auf einer Fläche von etwa 3000 m² repräsentativen Tierarten der afrikanischen Savanne, wie z.B. Rosapelikane, Strauße oder Mendesantilopen. Auch der australische Kontinent ist mit Bennett-Kängurus, Wellensittichen und Gebirgsloris vertreten. Sie, wie auch die australischen Trauerschwäne, erzählen uns von einem fernen Kontinent. Der Name dieser Vögel deutet bereits auf die ungewöhnliche Farbe ihres Federkleides hin.
Unbedingt sollte man Zeit für die neugierigen Loris einplanen. Sie nehmen sehr gerne Futter aus den Händen der Besucher.
Ebenso interessant ist es, bei den Keas aus Neuseeland zu verweilen. Vielleicht kann man sich danach besser vorstellen, wie diese Vögel es schaffen, sogar versperrte Mülltonnen zu öffnen.
Ein besonderer Anziehungspunkt ist ein felsiger Küstenabschnitt. Der Besucher ist nun in Südamerika angekommen. In der begehbaren Pinguinanlage kann man Humboldtpinguine, Meerespelikane und Basstölpel bestaunen. Ein großes Schwimmbecken verspricht Abkühlung. Sie haben ihre Bruthöhlen ebenfalls in dem künstlichen Gemäuer. Optisch attraktiv ist ein Blick unter die Wasseroberfläche. Eine Glasfront – 12 m lang - lässt den Zuschauer erleben, wie pfeilschnell die Pinguine durch das Wasser schießen.
Wer hat nicht von den Pommerngänsen gehört? Sie haben ihr Hauptverbreitungsgebiet auf der Insel Rügen. Hier im Vogelpark finden Watt- und Wasservögel des Nationalparks Vorpommerschen-Boddenlandschaft ideale Bedingungen vor, denn sie leben in einem für sie typischen Lebensraum. Die Boddenlandschaft ist eine ca. 4.680 m² große begehbare Anlage in der man u.a. Säbelschnäbler, Rotschenkel, Eiderenten, aber auch Gimpel und Stieglitze entdecken kann. Für Hobbyfotographen ist diese Anlage ein besonderes Highlight, denn nirgendwo sonst können sie solch schöne Nahaufnahmen von den Vögeln machen.
Waldrappen zählen zu den bedrohtesten Vögeln der Welt. In einer Voliere, die den natürlichen Bedürfnissen des Vogels weitestgehend entspricht, haben sich nunmehr über 50 Waldrapp-Ibisse angesiedelt. Das Brüten wird in Nistplätzen in einer künstlichen Felswand möglich. Der Vogelpark beteiligt sich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP), in dem vom Aussterben bedrohte Tierarten stabile Populationen in Zoos bilden und im Idealfall wieder ausgewildert werden können.
Besuchen Sie von Ostern bis Ende Oktober die Flugshows. Als Kulisse für die tägliche Greifvogelshow, um 11 Uhr und um 15 Uhr, dient eine slawische Burg. Von dieser Anhöhe starten die Vögel und zeigen ihre Flugkünste. Der Zuschauer spürt nicht nur den Nervenkitzel, wenn die Greifvögel mit spitzen Krallen dicht über seinen Kopf hinweg fliegen oder versehentlich im Publikum landen. Die Zuschauer erfahren auch viel Interessantes und Wissenswertes während der Vorführung.
Vom Frühjahr, je nach Temperatur und Witterung bis zum Oktober wird eine weitere Tiershow mit Papageien, Pelikane und Co. geboten. Täglich um 13:30 Uhr kann man die Show „Begegnung mit Tieren“ erleben.
In den Monaten Juli und August zeigen diese Tiere noch mal um 17.00 Uhr ihr Können.
Noch ein Hinweis für die Besucher. Aufgrund der Temperaturempfindlichkeit vieler Vögel kann man in der kalten Jahreszeit anstelle der Flugshows beim Greifvogeltraining zuschauen.
Lassen Sie Ihre Kinder im Streichelzoo Kontakt zu den Tieren aufnehmen. Füttern ist ausdrücklich erwünscht. Besonders Ziegen warten auf das zusätzliche Angebot.
Artgerechtes Futter ist überall im Vogelpark erhältlich.
Zeigen Sie Ihren Kindern das Tunnelsystem zum Beobachten der Präriehunde aus nächster Nähe. Von den integrierten Beobachtungsposten aus können die kleinen Besucher das gesellige Leben der Tiere viel besser erkunden. Warum eigentlich Präriehunde, wo sie doch zu den Erdhörnchen gezählt werden? Eine Antwort gibt es sicher im Vogelpark Marlow.
Suchen Sie die begehbare Krallenaffenvoliere auf. Ganz nah werden Sie den lustigen Lisztäffchen kommen. Lisztäffchen erobern sehr schnell das Herz der Besucher.
Farblich heben sich in der Nähe die Chileflamingos in einem intensiven Rot hervor. Hat die Färbung etwas mit ihrer Nahrung zu tun?
Werfen Sie einen Blick in die Aufzuchtsstation für Jungtiere. Hier können sie je nach Jahreszeit verschiedene Jungvögel in ihren unterschiedlichen Entwicklungsstadien sehen. Pfleger umsorgen besonders die von ihren Eltern verlassenen Nachkommen.
Besucher, die sich an exotischen Pflanzen erfreuen, sind im Tropenhaus richtig. Auf 540 m² Fläche sind neben Pflanzen und Vögeln auch Fische zu bewundern.
Der gesamte Park ist für Freunde fremdländischer und heimischer Pflanzen sehenswert, sei es im Wassergarten oder in der Heidelandschaft.
| Vogelpark Marlow Kolzower Chaussee 18337 Marlow Tel.: 03 82 21 - 265 |
Öffnungszeiten: | |
| Hauptsaison 27.03.2010 - 31.10.2010 9-19 Uhr Kasse bis 17 Uhr geöffnet |
Nebensaison 01.11.2010 - Ende März 2011 10-15 Uhr |
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