
Untiefen vor dem Kap Arkona machten das Befahren der Küste Rügens teilweise gefährlich. Und so ist es nicht verwunderlich, dass sich pommersche Kaufleute bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts für Leuchtfeuer an verschiedenen Punkten entlang der Ostseeküste einsetzten. Realisierbar wurde diese Idee aber erst mit der Übergabe der Insel Rügen an die preußische Regierung, denn Rügen war bis dahin in schwedischem Besitz.
Was den Leuchtturm zu einem interessanten Ausflugsziel werden lässt, ist neben seiner exponierten Lage auch die Aussicht auf eine Begegnung mit der Architektur des berühmten Karl Friedrich Schinkel. Nach seinen Entwürfen wurde der Leuchtturm erbaut. Er konstruierte ihn als ein dreigeschossiges Gebäude, welchem dann ein Leuchtfeuer aufgesetzt wurde. Mit den drei Etagen erhielt der Turm einen zusätzlichen Verwendungszweck, indem die Flächen als Dienst- und Lagerräume benutzt wurden.
75 Jahre lang diente der Schinkel – Turm der Orientierung am Kap Arkona. Dann genügte er den Ansprüchen im Seeverkehr nicht mehr.
Heute ist der Schinkel-Turm als Aussichts-, Ausstellungs- und Standesamtsgebäude in den Komplex des Leuchtturmgehöfts integriert.
Einige technische Daten zum Schinkel-Turm:
Mit dem Bau eines neuen Leuchtturmes wurde im Jahre 1901 begonnen. Nur ein Jahr später, es war der 11. Oktober, fing man an, sein Leuchtfeuer zu erproben. Der Turm hat mit einem achteckigen Granitsockel ein solides Fundament. Darauf steht der Ziegelbau des Turmes. Er kann bestiegen werden.
Unweit des Leuchtfeuergehöfts steht der Marine-Funk-Peilturm. Als im 20. Jahrhundert die Funktechnik entwickelt wurde, fand diese auch immer mehr Anwendung auf den Schiffen der Reichsmarine. Mit Hilfe der Funktechnik wurde es möglich, Informationen zu übertragen bzw. den Standort zu bestimmen. Daraufhin stattete man Küstensignalstationen mit Funkpeilgeräten aus. Die günstige geographische Lage des Kaps hatte zur Folge, dass 1927 hier der Marine-Funk-Peilturm errichtet wurde. Dieser Turm kann auch bestiegen werden.
Nach dem 2. Weltkrieg diente die Anlage auch zur Überwachung der Seegrenze. 1990 brauchte man diese Kontrolle nicht länger. Geblieben sind auf dem Gehöft auch jene Gebäude, die damals von der Volksmarine und der Grenzbrigade Küste genutzt wurden. Es existiert übrigens noch der ehemalige Marineführungsbunker der 6. Flottille. Die Bunkeranlage kann ebenfalls besichtigt werden.
Auf dem Gelände steht außerdem das Betriebsgebäude der Wetterwarte Kap Arkona des Deutschen Wetterdienstes.
| Adresse | Öffnungszeiten: | ||
| Schinkelturm | neuer Leuchtturm | ||
| November - März | 11.00 - 17.00 Uhr | - | |
| April, Mai, Oktober | 10.00 - 17.00 Uhr | 11.00 - 16.00 Uhr | |
| Juni, September | 10.00 - 18.00 Uhr | 11.00 - 17.00 Uhr | |
| Juli, August | 10.00 - 19.00 Uhr | 11.00 - 18.00 Uhr | |
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