An der Ostsee war der Glaube verbreitet, man könne den Schiffbruch, das Stranden, selbst das Ertrinken von Menschen aus einigen Vorzeichen oftmals vorhersehen.
Gefährdete Schiffe spuken einige Tage oder Wochen an dem Ort, wo sie später verunglücken werden. Dunkle Luftgebilde zeigen sich von allen Teilen des Schiffs, Rumpf, Tauwerk, Maste, Segel. Aber auch künftig ertrinkende Menschen, ersaufendes Vieh, dem Untergang geweihte Orte und bald abbrennende Häuser sind in diesen unheimlichen Nebeln zu erkennen.
Solche Erscheinungen werden wafeln genannt. Ein bestimmtes Schiff wafelt oder ein Fischer wafelt. Sonntags kann man ein besonderes Wafeln sogar hören: Es klingen unter dem Wasser die Glocken versunkener Städte.
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